Immer mehr Antwerpener entscheiden sich dafür, ihre Asche auf der Schelde verstreuen zu lassen. Im laufenden Jahr ist die Streuung auf der Schelde bereits rund 140 Mal ausgeführt worden, schreibt die Gazet van Antwerpen. Das ist eine Verdoppelung im Vergleich zu vor fünf Jahren. Ab da an 2017 hat die Stadtverwaltung von Antwerpen das Verstreuen von Asche in der Schelde mit Hilfe einer Vorrichtung im Süden der Stadt erlaubt.
Immer mehr Antwerpener wollen, dass ihre Asche auf der Schelde verstreut wird
Bestattungsunternehmen in Flandern stellen fest, dass sich immer weniger Menschen für eine traditionelle Beerdigung entscheiden. "84 Prozent der Flamen entscheiden sich heutzutage für eine Einäscherung", sagte der Bestattungsunternehmer Benjamien Heiremans im Nachmittagsprogramm von Radio2 in Antwerpen.
Ein solcher alternativer Standort ist der städtische Aschestreuungsplatz Memento Scaldis am De Gerlachekaai in der Schaliënstraat im Süden von Antwerpen. "Es handelt sich um eine Plattform an der Kaimauer, auf der eine biologisch abbaubare Urne an einem Teleskoparm platziert wird. Die Urne kann auf diese Weise zu Wasser gelassen werden, möglicherweise von einem Schiff aus", sagte Heiremans.
Dieser Platz wurde vor fünf Jahren von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt, da immer mehr Antwerpener Bürger darum baten, ihre Asche auf der Schelde verstreuen zu dürfen. Das Verstreuen der Asche an einem öffentlichen Ort ist nicht erlaubt, es sei denn, es liegt eine Genehmigung vor.
