Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass Semun K., der des Mordes an dem ehemaligen Rechtsanwalt Jan-Willem Peeters aus Overijse (Provinz Flämisch-Brabant) verdächtigt wird, unter elektronische Überwachung gestellt worden ist. Der Mann darf zu Hause auf seinen Prozess warten.
Elektronische Fußfessel für Verdächtigen, der Anwalt aus Overijse ermordet haben soll
Am Mittwoch, dem 6. Juli, war die Leiche des ehemaligen Rechtsanwalts Jan-Willem Peeters in seinem Auto in der Einfahrt seines Hauses in Molenbeek entdeckt worden. Der Mord war das tragische Ergebnis eines langjährigen Mietstreits. Die Familie des Opfers hatte eine Immobilie in Overijse unter der Bedingung verkauft, dass Peeters dort bis zum Abschluss der Renovierungsarbeiten in einer Wohnung zu einem niedrigen Mietpreis wohnen bleiben dürfe. Die neuen Eigentümer hatten jedoch verlangt, dass der Mann auszieht.
Der Streit wurde schließlich vor Gericht ausgetragen. Mehrere Urteile fielen zu Gunsten des ehemaligen Anwalts aus. Das führte zur Zwangsversteigerung des Hauses in Overijse und des Hauses des Bruders von Semun K., das als Sicherheit gedient hatte. Der Ex-Anwalt beschloss daraufhin, heimlich nach Molenbeek umzuziehen. Dort soll Semun K. im vergangenen Sommer auf ihn gewartet und ihn erschossen haben, während er noch in seinem Auto saß.
Es ist der Ermittlungsrichter, der über die Untersuchungshaftbedingungen entscheidet und Semun K. jetzt eine elektronische Fußfessel anlagen ließ.
