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Winterzeit: zusätzliches Risiko für schwache Verkehrsteilnehmer, weil Autofahrer Fußgänger nicht sehen

Nach der Umstellung auf die Winterzeit, wenn es eine Stunde früher dunkel ist, steigt die Zahl der Fußgänger, die im abendlichen Pendlerverkehr bei Verkehrsunfällen schwer verletzt oder getötet werden, um 76 Prozent. Dies geht aus einer neuen Studie des flämischen Verkehrsinstituts VIAS hervor, die am Montag erschienen ist.  

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

Während wir bei der Zeitumstellung eine Stunde Schlaf gewinnen, verlieren wir ab heute auch eine Stunde Helligkeit am Abend. Das führt zu einem erhöhten Risiko für Fußgänger, aber auch für Radfahrer, hat das flämische Verkehrsinstitut VIAS herausgefunden.  

Nach Angaben des Instituts steigt im Zeitraum Oktober bis November die Zahl der Unfälle mit Personenschaden, an denen Fußgänger beteiligt waren, während Hauptverkehrszeit am Abend um 35 Prozent. Die Zahl der schwer verletzten und getöteten Fußgänger nimmt sogar um 76 Prozent zu (+108 Prozent in Brüssel). Die Unfälle ereignen sich nicht nur häufiger, sondern sind auch um 31 Prozent schwerer, beklagt VIAS. 

VIAS verzeichnet im Oktober viermal so viele Unfälle mit Radfahrern in der Morgen- und Abenddämmerung wie beispielsweise im Juni, "obwohl im Frühling wahrscheinlich viel mehr Radfahrer auf den Straßen unterwegs sind als im Herbst", so VIAS.   

"Die Aufprallgeschwindigkeiten zum Zeitpunkt der Unfälle nach der Zeitumstellung sind aufgrund der schlechteren Sichtverhältnisse höher. Einige Fahrer sehen den Fußgänger nicht und bremsen viel zu spät oder gar nicht. Die Tatsache, dass Strecken, die normalerweise bei Tageslicht während der abendlichen Rushhour zurückgelegt werden, nach der Zeitumstellung in völliger Dunkelheit zurückgelegt werden müssen, spielt zweifellos eine Rolle", merkt VIAS an und ruft daher sowohl Fußgänger als auch Autofahrer auf, in dieser Zeit, in der es dunkler ist, besonders aufmerksam zu sein. 

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