Die belgische Armee wird voraussichtlich den Einsatz von etwa 40 ihrer Soldaten - hauptsächlich Pioniere - in Rumänien um einen Monat verlängern. Die Soldaten errichten dort, gemeinsam mit Franzosen und Niederländern, Wohnblöcke für die in Rumänien stationierten NATO-Truppen.
Mission eines Teils des belgischen Militärs in Rumänien wird voraussichtlich verlängert
Die Regierung hatte Anfang Juli ihre Zustimmung zur Entsendung eines Pionierkommandos nach Cincu (Zentralrumänien) gegeben. Die Mission, an der etwa 60 Personen beteiligt sind, hatte am 8. Juli begonnen und sollte bis Ende Oktober dauern.
Frankreich, das die multinationale "Vorauspräsenzkampfgruppe" der NATO in Rumänien leitet, hat allerdings die Fortsetzung der Mission, zumindest für einen Teil des Detachements, angefragt. Daher sollen etwa 40 Soldaten ihre Präsenz in Rumänien bis Ende November verlängern, nachdem der Ministerrat am Freitag grünes Licht gegeben hat. 21 weitere sollten Anfang November nach Belgien zurückkehren, so die gleichen Quellen.
Die Cincu-Kaserne, die auf dem Gelände des größten Trainingslagers der rumänischen Armee eingerichtet wird, soll bis zu 1.500 NATO-Soldaten und ihre Ausrüstung beherbergen können.
Das belgische Detachement besteht aus Soldaten des 4. und 11. Pionierbataillons, die in Amay (bei Huy) bzw. Burcht (bei Antwerpen) kaserniert sind, des 18. Logistikbataillons aus Leopoldsburg (Limburg), der 1O. CIS-Gruppe (Kommunikations- und Informationssysteme, ebenfalls aus Leopoldsburg, und der Field Accommodation Unit, die von Beauvechain aus die Infrastruktur zugunsten der in Auslandseinsätze entsandten Detachemente verwaltet.
Nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine beschloss die NATO, die Zahl der multinationalen Kampfgruppen von vier auf acht zu verdoppeln und vier neue in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und der Slowakei einzurichten. Sie kamen zu den seit 2017 bestehenden Truppen in den baltischen Staaten (Estland, Lettland und Litauen) und in Polen hinzu.


