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Bei Sportlern beliebte Tracking-App Strava bietet keinen lückenlosen Datenschutz

Die bei Sportlern beliebte Tracking-App Strava bietet keinen lückenlosen Datenschutz, wie Forscher der Universität Leuven (KU Leuven) und des technologischen Forschungszentrums Imec herausgefunden haben. Auch nicht, wenn die Ortung von Start- und Endpunkt einer Aktivität ausgeschaltet ist.   

Martina Luxen
Veröffentlicht:

Wer oft wandern, joggen, laufen oder radfahren geht, nutzt wahrscheinlich die beliebte Tracking-App Strava, die Fitnessdaten mit sozialen Netzwerken verbindet. Mit Unterstützung von Strava können Nutzer beim Joggen oder Radfahren ihre Leistungsdaten im Auge behalten oder sich mit anderen messen. Im vergangenen Mai zählte Strava über 100 Millionen Nutzer in 195 Ländern. 

In 85 Prozent der Fälle wurde der verdeckte Startpunkt entdeckt

Strava blendet jetzt automatisch die ersten 200 Meter einer Strecke aus, damit die Nutzer nicht verraten, wo sie wohnen, da die meisten Leute von zu Hause starten. Man kann die Ortung auch erst nach 400 Metern vom Startpunkt aus einstellen. "Aber das gibt ein falsches Gefühl von Sicherheit", sagte der Forscher Karel Dhondt (KU Leuven) gegenüber VRT NWS: "Wir haben 1,4 Millionen Aktivitäten auf Strava analysiert und konnten in 85 Prozent der Fälle den versteckten Startpunkt entdecken. Wir sprechen von öffentlichen Profilen, aber die meisten Sportbegeisterten teilen gerne ihre Daten, um Unterstützung zu bekommen oder für den Wettbewerb."  

Das bedeutet, dass Leute mit betrügerischen Absichten auch die private Adresse der Strava-Nutzer verfolgen können. Diese erfahren beispielsweise, wann jemand im Ausland ist, wenn Aktivitäten aus dem Ausland gepostet werden oder wo es ein teures Fahrrad zu stehlen gibt. Fahrraddiebstähle sind in der Vergangenheit schon vorgekommen. Strava wird sich nun mit den belgischen Universitätsforschern zusammensetzen, um zu sehen, wie man die Daten besser schützen kann. 

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