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Temperaturen am 29. Oktober auf 25,5 Grad gestiegen: offiziell ein Sommertag

An diesem Samstag sind die Temperaturen in der Wetterstation in Uccle auf 25,5 Grad gestiegen. Damit ist der 29. Oktober 2022 offiziell Sommertag. Es handelte sich zudem um den zweiten Rekordtag in Folge. "Noch nie war es so spät im Jahr so warm", betonte der Meteorologe Frank Deboosere (VRT). 

Martina Luxen Belga
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Am Freitag wurden in der Wetterstation des Königlich Meteorologischen Instituts (KMI) von Belgien in Ukkel (Region Brüssel) 22,4 Grad gemessen. Der bisherige Rekord vom 28. Oktober (20,2 Grad) stammte aus dem Jahr 1913.  

An diesem Samstag sind die Temperaturen sogar auf 25,5 Grad gestiegen. Ein Sommertag, so der Meteorologe Frank Deboosere. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1892 wurden die allerletzten Sommertage des Jahres bislang am 16. Oktober 2017 und am 16. Oktober 2018 verzeichnet.  

"Besonders auffällig ist, dass 40 Prozent der Ein-Tages-Rekorde aus dem 21. Jahrhundert stammen, obwohl dieses Jahrhundert erst seit 22 Jahre hat", bemerkt Frank Deboosere (unten). "Im Gegensatz dazu stammen die Rekorde für die niedrigsten Temperaturen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Das ist kein Zufall. Das ist die globale Erwärmung.”

Angesichts der hohen Energiepreise seien diese Temperaturen natürlich willkommen, sagte die Geographieprofessorin und Klimaexpertin Nicole van Lipzig (KU Leuven) gestern in der Sendung auf Radio 1 (VRT). "Aber eigentlich handelt es sich um eine Hitzewelle im Herbst. Einerseits wegen der warmen Luft aus dem Süden, aber auch wegen der globalen Erwärmung", betonte die Klimaforscherin. 

"Bei diesen Temperaturen verliert die Natur die Orientierung", erklärt Nicole Van Lipzig weiter. "Wenn es so lange warm ist, hat das nicht nur Auswirkungen auf uns, unsere Wirtschaft und unsere Gesundheit, sondern auch auf Pflanzen und Tiere. Je stärker der Klimawandel ist, desto größer sind auch die Kipppunkte. Wir sprechen dann zum Beispiel vom Schmelzen der Eisschollen, vom Anstieg des Meeresspiegels und von immer extremeren Wetterphänomenen.”

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