An diesem Wochenende eröffnet das Königliche Museum für die Armee und Militärgeschichte in Brüssel seinen funkelnagelneuen Saal "Waffen und Rüstungen", genau 35 Jahre nach der ursprünglichen Eröffnung. Das Museum zeigt nicht nur außergewöhnliche Exponate, sondern inszeniert sie auch mit Statisten in ihrem geschichtlichen Kontext.
Saal "Waffen und Rüstungen" im Armeemuseum in Brüssel strahlt in neuem Glanz
"Dank der Wiedereröffnung dieses Saals können wir erneut Spitzenstücke ausstellen, die lange Zeit nicht zu sehen waren", sagt Nand Cremers, Direktor der Sammlung Waffen und Rüstungen im Armeemuseum. Nachdem die Halle seit 2010 geschlossen war, wird der Besucher sich jetzt auch wieder besser im Museum zurechtfinden.
Modische Rüstungen
An diesem Eröffnungswochenende ist die wirklich einzigartige Sammlung des Königlichen Museums mit Waffen und Rüstungen aus dem fünften bis achtzehnten Jahrhundert wieder in ihrer ganzen Pracht zu sehen. "Der neue Saal besteht aus einem chronologischen und einem thematischen Teil", sagt Cremers. "So wurde zum Beispiel eine Vitrine über den Einsatz von Tieren im Heer eingerichtet, in der u. a. Rüstungen für Pferde und Elefanten zu sehen sind. Thematisiert wird auch die Rolle der Frauen im Krieg und die Verbindung zwischen Armee und Mode."
Am Eröffnungswochenende mimen Schauspieler in mittelalterlichen Kostümen Szenen aus dem Leben der Menschen aus dem 14. und 17. Jahrhundert. "Kinder und Erwachsene können auch bei Aktivitäten mitmachen, zum Beispiel in einer Münzwerkstatt oder Goldschmiede, sich im Bogenschießen und Schwertkampf üben. Untermalt mit Musikeinlagen aus dem sechzehnten Jahrhundert", sagt Cremers abschließend.
