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Technisches Denkmal: Der legendäre Kran der Boel-Werft in Temse bleibt Kulturerbe

Der alte Kran der Boel-Werft in Temse in der Provinz Ostflandern bleibt als Kulturerbe erhalten und wird als Denkmal auch restauriert. Ende des vergangenen Jahres hatte der Kran seinen Denkmalschutz-Status verloren, als die Stadt kein Geld mehr für den Unterhalt aufbringen konnte. Dies aber führte zu Protesten und zu einer erfolgreichen Petition und deshalb hat die flämische Denkmalschutzbehörde ihren Beschluss noch einmal überdacht.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ein Aktionskomitee hatte in kürzester Zeit rund 2.000 Unterschriften für den Erhalt des Werftkrans sammeln können. Die flämischen Landesbehörden haben daraufhin den Beschluss, dem Kran seinen Schutzstatus zu entziehen, überdacht und beschlossen, dass dieser doch weiter zum Kulturerbe gehören soll.

Jetzt trägt das Land mit 60 % der Kosten zur Restaurierung des Krans auf der Boel-Werft am Ufer der Schelde bei. Dazu wird es bald zu Gesprächen zwischen der Gemeinde Temse, einem Architekten und der Denkmalschutzbehörde kommen.

Dabei wird besprochen, wie vorgegangen werden soll und wie der offizielle Antrag an die Landesbehörden aufgestellt werden muss. Sicher ist, dass die Restaurierung nicht teuer sein muss und nachhaltig durchgeführt werden wird. 

Für viele Bürger in Temse ist der Kran der längst verschwundenen Werft eine Erinnerung an die reiche Vergangenheit des Schiffbaus in der Stadt an der Schelde. Die Boel-Werft sorgte hier zwischen 1829 und 1994 für viele Arbeitsplätze.

„Der Kran ist die letzte Erinnerung an diese Zeit“, sagte ein früherer Werftarbeiter gegenüber VRT NWS. Dem pflichtete Eddy Van Grevelinge von der regionalen Kulturerbe-Vereinigung „Op Stoapel“ (Dialekt für „Stapellauf“): „Der Kran der Boel-Werft ist ein Symbol und eine Ikone für Temse als monumentale Landmarke.“   

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