Zum Hauptinhalt springen
Gesundheit

Keine neuen Fälle von Affenpocken in Belgien - Ist der Ausbruch vorbei?

In der vergangenen Woche sind in Belgien keine neuen Fälle von Affenpocken mehr registriert worden. Dies meldet das staatliche wissenschaftliche Gesundheitsamt Sciensano. Seit Wochen schon sank die Zahl der neuen Ansteckungen kontinuierlich. Am 25. Oktober waren hierzulande 785 Fälle von Affenpocken bekannt. Letzte Woche waren dies genauso viele Fälle. Zum ersten Mal seit 5 Monaten ist kein einziger Fall mehr hinzugekommen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In Belgien sind aktuell 785 Personen registriert, die sich mit dem Affenpocken-Virus infiziert haben. In Flandern sind 410 Fälle von Affenpocken gemeldet, in der Brüsseler Hauptstadt-Region 282 und in der Wallonie 93. Bisher ist in Belgien eine Person an Affenpocken gestorben. Dabei handelte es sich um jemanden, der an einer Vorerkrankung litt.

So gut wie alle Patienten zeigen die typischen Hautverletzungen und rund die Hälfte der Infizierten haben allgemeine Symptome wie Fieber und Unwohlsein oder geschwollene Lymphdrüsen auf. Nach 2 bis 3 Wochen sind die Betroffenen von selbst genesen.

Die meisten Betroffenen steckten sich durch sexuelle Kontakte mit dem Virus an. Laut Sciensano wurden bisher 3.500 Impfdosen präventiv gegen Affenpocken in Belgien vergeben und etwa 320 Dosen nach einer Ansteckung mit dem Virus.

„Das Virus ist noch nicht verschwunden.“, sagte die Wissenschaftlerin Amaryl Lecompte von Sciensano dazu gegenüber VRT NWS: „Es besteht die Möglichkeit, dass in den kommenden Wochen doch noch neue Ansteckungen festgestellt werden. Doch wir sehen seit Wochen effektiv einen Rückgang der Zahl der neuen Infizierungen.“ Dies sei nicht nur in Belgien, sondern in ganz Europa derzeit der Fall. 

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5