Die flämische Landesregierung investiert 11 Mio. € in 5 fünf Projekte, mit denen 33 Milliarden Liter Abwasser aufbereitet werden sollen. Diese Investition ist ein Teil des insgesamt 155 Mio. € umfassenden „Blue Deals“, mit dem in Flandern das gesamte Wassersystem auf Vordermann gebracht werden soll. Das betrifft auch Maßnahmen gegen den regional starken Rückgang der Grundwasserpegel und gegen die Trockenheit im Allgemeinen.
Flandern wird bald bis zu 33 Milliarden Liter Abwasser zu Trinkwasser aufbereiten
Im Januar hatte Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) einen Projektaufruf gestartet, um Brauchwasser wiederzuverwenden. Insgesamt wurden 14 Projektanträge eingereicht und davon wurden jetzt 5 Projekte ausgesucht.
In diesem Projekten geht es um eine jährliche Menge von 33,3 Milliarden Litern Brauchwasser, die entweder als Trinkwasser geklärt werden oder die zu industriellen Zwecken gefiltert werden.
Damit wird die Wiederverwertung von Abwässern deutlich stimuliert. 33,3 Milliarden Wasser entspricht in etwa, wie die flämische Landesregierung vorrechnet, der Menge, mit der 13.320 olympische Schwimmbäder gefüllt werden könnten.
Die 5 Projekte:
Das größte Projekt befindet sich im Hafen von Antwerpen, wo 20 Millionen Brauchwasser aufbereitet werden, um als Prozesswasser in der Produktion von hier ansässigen Industrieunternehmen genutzt werden zu können.
Das Wasserunternehmen Farys wird mit der regionalen flämischen Wassergesellschaft De Watergroep in Aalst in Ostflandern Abfallwasser zu Trinkwasser klären, dass dann über eine Pipeline nach Westflandern befördert wird, wo es in einem unterirdischen Reservebecken gespeichert werden wird.
Im westflämischen Langemark-Poelkapelle wird das Milchprodukte-Unternehmen Milcobel einen Teil des Trinkwassers, das für die Produktion genutzt wird, durch wiederaufbereitetes Abfallwasser ersetzen.
In Sint-Truiden in der Provinz Limburg wird De Watergroep gemeinsam mit de Wasserunternehmen Bosaq eine zusätzliche Trinkwasserreserve anlegen und wird dabei gesäubertes Brauchwasser, dass in der Kläranlage von Aquafin in der Stadt gefiltert wird.
In Harelbeke und in Ypern, beide Städte liegen in Westflandern, wird das Klärwasserunternehmen Ekopak gesäubertes Abfallwasser an umliegende Unternehmen leiten, die dieses im Rahmen ihrer Verarbeitungsprozesse nutzen können.
