Seit dieser Woche wird der Hedwige-Polder in Zeeuws-Flandern geflutet. Damit wird dieses Poldergebiet der maritimen Natur wieder zurückgegeben. Die Deiche, die den Polder vor der Nordsee schützten, sind abgebrochen worden, damit Wasser aus der Schelde dorthin fließen kann.
Der Hedwige-Polder in Zeeuws-Flandern wird mit Wasser aus der Schelde geflutet
Die Flutung dieses Polders ist ein Projekt für Renaturierung und ist als Kompensierung für die Vertiefung der Westerschelde gedacht, wie für die Schifffahrt vom und zum Hafen von Antwerpen enorm wichtig ist.
Der Hedwige-Polder ist rund 300 Hektar groß und liegt zu weiten Teilen auf niederländischen Territorium und zwar im Bereich des „Versunkenen Landes von Saeftinghe“, wonach auch ein Dock im Antwerpener Hafen benannt ist.
Der bisherige Besitzer des Polders, der Belgier Gery de Cloedt, und die darauf aktiven Landwirte hatten lange versucht, die Flutung zu verhindern, doch vor kurzem hat der Staatsrat der Niederlande dem Vorgang grünes Licht gegeben. Die Flutung des Polders ist seit 2005 geplant.
Zeeuws-Vlaanderen ist ein Teil der Niederlande und liegt südlich des Mündung der Schelde an der Grenze zum belgischen Bundesland Flandern. „Seeländisch“-Flandern grenzt dabei hauptsächlich an die Provinz Ostflandern im Süden, berührt aber auch kleine Teile der Provinz Westflandern.
Der Hedwige-Polder ist ein Teil des „Versunkenen Landes von Saeftinghe“, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Meer abgerungen wurde. Der Polder wurde nach Hedwige de Ligne benannt, der früheren Herzogin von Arenberg.
