Aus einer Umfrage unter 3.000 Landsleuten durch "Randstad Research" ist ersichtlich, dass die Belgier der Einwanderung gegenüber dann positiv eingestellt sind, wenn diese dazu führt, dass offene Stellen am Arbeitsmarkt besetzt werden können. Im Allgemeinen aber wird die Einwanderung in unserem Land aber eher als negativ erfahren.
Umfrage von "Randstad Research": Wie stehen die Belgier aktuell zur Einwanderung?
Die Zahlen sind deutlich: Sechs von 10 Belgiern sind der Ansicht, dass die Einwanderer das Land mehr kosten, als sie einbringen und etwa die gleiche Zahl der Befragten gibt an, sich durch die Migranten unsicherer zu fühlen. Nur 27 % der Belgier halten die Einwanderung für eine positive Entwicklung für unser Land.
Wenn aber die Einwanderung dabei hilft, die Lücken am Arbeitsmarkt zu füllen, bzw. wenn Einwanderung an Arbeit gekoppelt ist, dann wird die eher als positiv erfahren. Belgien leidet, wie andere EU-Länder auch, an einem eklatanten Mangel an Arbeitskräften, was sich bei weitem nicht nur am Facharbeitermangel zeigt. Einwanderer helfen dabei, hier einzuspringen und offene Stellen auch in den sogenannten "Engpassberufen" zu besetzen.
Interessant ist auch, dass die Belgier Einwanderung auch dann zustimmen, wenn es dabei um den Nachzug von Familienmitgliedern handelt. Dies befürworten 72 % der von Randstad befragten Landsleute. Etwa die Hälfte der Befragten ist auch der Ansicht, dass Flüchtlinge, denen unser Land Asyl oder einen befristeten Aufenthalt bzw. Schutzstatus gewährt, hier leben und arbeiten sollen.
Die Belgier sind allerdings in der Frage der Einwanderung der Ansicht, dass die Migranten, die hier aufgenommen werden, einem Einbürgerungskurs folgen müssen und dass sie zügig die Sprache(n) der Region erlernen müssen, in denen sie aufgenommen werden.
