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Interne Untersuchungen: Belgiens Postchef legt vorläufig sein Amt nieder

Dirk Tirez (Foto), der CEO von Bpost, legt vorübergehend sein Amt nieder. Grund dafür sind interne Untersuchungen bei der belgischen Post wegen möglicher Absprachen und finanzieller Unklarheiten bei der Vergabe der Zustellung von Zeitungen.  

Andreas Kockartz
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Die Zustellung von Zeitungen ist in Belgien ein einträgliches Geschäft, das vom Staat mit einem jährlichen Zuschuss über 175 Mio. € mitfinanziert wird. Und um die Auftragsvergabe für die Zeitungszustellung drehen sich interne Untersuchungen bei der Post. Dabei geht es offenbar um unerlaubte Absprachen zwischen Bpost und den Zeitungsverlagen.

In einer Mitteilung der Post heißt es denn auch, dass hier möglicherweise „gegen die Unternehmenskultur“ verstoßen worden sei, wie auch Bpost-Sprecherin Veerle van Mierlo gegenüber VRT NWS bestätigte. Die Probleme wurden nach einem internen Audit zutage gefördert.

Die internen Untersuchungen in diesem Fall sollen bis Mitte November abgeschlossen werden. Daran beteiligt ist auch der belgische Börsenwachhund FSMA, denn Bpost ist an der Brüsseler Börse notiert.

Dort haben die Postaktien am Dienstag 8 % verloren. Dies ist wohl eine direkte Folge der vorübergehenden Amtsniederlegung von CEO Tirez. Damit ist die Postaktie nur noch 5 € wert und das ist der niedrigste Kurs seit die Post an die Börse gegangen ist.

Inzwischen übernimmt die rechte Hand von Dirk Tirez, der bisherige e-Logistics North America-Leiter Henry De Romrée dessen Amtsgeschäfte. Er soll dafür sorgen, dass die traditionell unter Hochdruck verlaufende Periode zum Jahreswechsel nach Plan verläuft.

Tirez war erst letztes Jahr Post-CEO geworden, nachdem sein Vorgänger Jean-Paul Van Avermaet abtreten musste. Dieser war über ähnliche Vorgänge bei seinem vorherigen Arbeitgeber, dem Sicherheitsunternehmen G4S Belgien, gestolpert.   

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