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Inland
Wirtschaft

Experiment in Hasselt: Weinanbau in Töpfen auf dem Dach eines Industriegebäudes

Vor rund einem Jahr begann ein Winzer mit einem außergewöhnlichen Experiment. Er pflanzte 40 Weinranken in Töpfen in rund 24 Metern Höhe auf dem Dacch eines Industriegebäudes. Jetzt, ein Jahr später, beginnt dort die Weinlese. Die fällt nach dem warmen Sommer mit viel Sonne recht gut aus. Weinbau auf der Höhe scheint so seine Vorteile zu haben.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ghislain Houben ist Professor für Wirtschaft an der Hasselter Universität (UHasselt), doch nebenbei baut er Wein an. Inzwischen hat er einiges an Erfahrung gesammelt und vor rund einem Jahr startete er ein Experiment von dem er lange träumte. Gemeinsam mit dem Architekten Jo Berben und dem Marketingfachmann Koen Van Lishout fand er ein Dach auf einem Industriegebäude in der limburgischen Provinzhauptstadt Hasselt, auf dem er „Höhenweinbau“ praktizieren wollte.

In dieser Woche beginnt die Weinlese auf dem ersten europäischen Hochdach-Anbau auf einem Dach in Hasselts ältesten Industrieviertel, das heute Quartier Canal genannt wird.

Houben hatte mit seinen 40 Weinranken Souvignier gris (eine robuste Pinot gris-Variante), die jeweils in Töpfen von 7,5 Litern Erde stehen, Erfolg: „Es funktioniert perfekt. Durch die Höhe ist der Effekt der Sonne intensiver und es weht mehr Wind durch den Weingarten. Das ist sehr wirksam gegen Schimmel, womit andere Winzer zu kämpfen haben, die sprühen müssen. Und weil meine Weinranken dann und wann trocken oder nass sind, empfinden sie keinen Stress. Und das schmeckt man in der Flasche…“   

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