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Umwelt & Klima
Energie

Europas Stromnetzbetreiber gehen nicht von Black Outs im Winter in Belgien aus

In Belgien drohe kein Engpass in der Stromversorgung im kommenden Winter. Dieser Ansicht ist der Dachverband der europäischen Elektrizitäts- und Hochspannungsnetze ENTSO-E. Allerdings ist das Risiko auf Black Outs in einigen Regionen Europas gestiegen, wofür die aktuelle Energiekrise verantwortlich sei.

Andreas Kockartz
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Laut ENTSO-E betrifft dies vor allem europäische Inselstaaten, wie z.B. Irland und auch Regionen in Frankreich. Hier wird seit Jahrzehnten massiv auf Kernkraft gesetzt, doch aktuell sind gleich mehrere französische Atomkraftwerke ausgefallen, was einen Verlust von rund einem Drittel der dort benötigten Atomstrom-Kapazität sorgt.

Belgiens Energieministerin Tinne Van der Straeten von den flämischen Grünen Groen sagte gegenüber VRT NWS, dass die Stromversorgung in unserem Land gewährleistet sei und dies mindestens bis zum Winter 2023-2024.

Sie gab zudem zu verstehen, dass die belgische Regierung in dieser Frage in ständigem Kontakt zu Frankreich stehen. Im Notfall wird Belgien das Nachbarland mit Strom helfen, wie dies im EU-Solidaritätsmechanismus vorgesehen ist (das betrifft übrigens auch Gaslieferungen an Deutschland).

Belgien lieferte Frankreich in der ersten Jahreshälfte 2022 sechsmal mehr Atomstrom als in der Gegenrichtung floss, so Van der Straeten. Dies sei auch bereits 2021 in etwas geringerem Maße der Fall gewesen.

ENTSO-E veröffentlicht alle 6 Monate eine Einschätzung zur Versorgungssicherheit in Sachen Elektrizität in allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Laut des Netzbetreiberverbandes sind auch Schweden und Norwegen möglicherweise von Stromengpässen betroffen, wenn deren Wasserkraftwerke aufgrund von anhaltender Trockenheit ausfallen.   

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