König Philippe und Königin Mathilde (Foto) werden ab Montag einen dreitägigen Staatsbesuch in Litauen absolvieren. Anlass ist u. a. der 100. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belgien und Litauen. Mit von der Partie sind große Politikerdelegationen aus Bund und Ländern.
Königspaar absolviert einen dreitägigen Staatsbesuch in Litauen, um 100 Jahre diplomatische Beziehungen zu feiern
Der Besuch findet fast auf den Tag genau 100 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern statt. Belgien hatte Litauen am 27. Dezember 1922 anerkannt. Die anschließende Annexion durch die Sowjetunion wurde vom belgischen Staat nicht anerkannt. Nachdem Litauen 1990 wieder ein selbstständiger Staat geworden ist, haben die beiden Länder die Beziehungen wieder aufgenommen.
Die belgische Delegation wird unter anderem mit Präsident Gitanas Nauseda zusammentreffen, um die bestehenden Beziehungen zwischen Belgien und Litauen weiter zu stärken. Auch die militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden NATO-Mitgliedern wird auf dem Programm stehen.
Belgien ist bereits im Rahmen der NATO-Mission Enhanced Forward Presence in den baltischen Staaten auf litauischem Hoheitsgebiet präsent. König Filip wird die belgischen Soldaten auf ihrem Trainingsgelände in Pabrade besuchen.
Auch die wirtschaftlichen Aktivitäten sind ein wichtiger Teil des Staatsbesuches. Am Dienstag findet in der Hauptstadt Vilnius (Archivbild) ein Forum mit belgischen und litauischen Unternehmern statt. Sie werden sich mit dem ökologischen Übergang und der Digitalisierung befassen. Auch die Energieabhängigkeit von Russland wird ein Thema der Gespräche sein.
Aus kultureller und akademischer Sicht wird der Schwerpunkt auf der Entwicklung zukünftiger Partnerschaften liegen. Am letzten Tag steht außerdem eine Reise nach Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens und einer der europäischen Kulturhauptstädte, auf dem Programm.
