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Frans Cools, der Bauleiter des Atomiums, ist im Alter von 93 Jahren gestorben

Am vergangenen Wochenende ist Frans Cools, der Bauleiter des weltberühmten Brüsseler Wahrzeichens Atomium gestorben. Cools wurde 93 Jahre alt. Neben dem Atomium war der Bauleiter aber auch für die Arbeiten an einigen anderen bedeutenden Bauwerken in Belgien verantwortlich, z.B. an riesigen Autobahnbrücken, an allen belgischen Kernkraftwerken und an Fördertürmen in der früheren Bergbauprovinz Limburg.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Frans Cools war als Bauleiter vor allem durch seine Arbeit am Atomium bekannt, das zentrale Bauwerk der Brüsseler Weltausstellung Expo 58. Aber, Cools leitete auch die Bauarbeiten am Autobahnviadukt von Vilvoorde und am Förderturm der Zeche Winterslag in Genk in Flämisch-Limburg.

Cools kam 1929 in der Gemeinde Eindhout in den Kempen zur Welt und lebte über 50 Jahre lang in Tessenderlo in Limburg. Der erste Job, den er im Bereich des Bauwesens hatte, war der des Hausmeisters im Schloss von Arville in Gesves in der Provinz Namür, wo er schwierige Probleme löste. Danach arbeitete er in der Stahl- und Schwerindustrie in Belgien, bevor er in der damaligen belgischen Kolonie Kongo verantwortlich für den Bau von Brücken war.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Frans Cools an der Baustelle des Atomiums

Damit wurde er auch im Heimatland Belgien als ein Fachmann für problematische Bauwerke bekannt. Auf dieser Grundlage vertraute man ihm 1956 die Bauleitung am Atomium für die Expo 58 in Brüssel an. Vor 3 Jahren erzählte Frans Cools, wie es dazu kam: „Ich bekam ein Papierchen mit einer Zeichnung von 9 Kugeln, die mit Rohren verbunden waren. Ob ich das machen konnte, fragten mich die Architekten (Ingenieur André Waterkeyn und die Architekten-Brüder André und Jean Polak (Red.)). Ich habe mir das angeschaut und ja gesagt. Das sollte das Atomium werden.“

(Lesen Sie bitte unter den Fotos weiter)

Viadukt von Merksem
Viadukt von Vilvoorde

Nach diesem Bauwerk beriefen Bauherren und Architekten aus ganz Belgien, wenn ein sich ein Projekt als kompliziert erwies, Frans Cools zum Baustellenleiter. Zu diesen Projekten gehörten die Viadukte von Vilvoorde, von Merksem und von Remouchamps, sowie die Atomkraftwerke von Doel und Tihange.

Cools leitete auch den Bau von schweren Hafenkränen in Antwerpen und von einigen Fördertürmen in Limburg, z.B. den noch heute vorhandenen Förderturm der Zeche Winterslag in Genk. Cools sagte später dazu: „Sie wussten im Laufe der Zeit, dass, wenn etwas Schwieriges anstand, ich das konnte. So schwer das auch sein konnte…“

Fans Cools starb am vergangenen Samstag. Er wird am kommenden Freitag in Tessenderlo beerdigt. Sehen sie bitte hierunter eine Reportage vom 11. April 1998 mit historischen Schwarz-Weißbildern - 40 Jahre nach der Expo 58 - aus dem VRT-Archiv (in niederländischer Sprache). 

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Der Förderturm von Winterslag

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