Noch immer liegen Unklarheiten bezüglich des schweren Unfalls am Rande des Mitfastens in Strépy-Bracquegnies bei La Louvière in der Provinz Hennegau am frühen Sonntagmorgen vor. Bei dem Unfall, bei dem ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Karnevalisten raste, kamen 6 Personen ums Leben und unter den 16 Verletzten sind 10 schwer verletzte Personen, von denen sich einige noch immer in Lebensgefahr befinden.
Karnevalsdrama in der Wallonie: Bilder einer Überwachungskamera zeigen die Sekunden vor dem fatalen Unfall
Der Fahrer und der Beifahrer des Unfallwagens, der ungebremst in den Karnevalszug raste, sind verhaftet worden. Schon jetzt ist sicher, dass beide Fahrzeuginsassen Alkohol im Blut hatten. Jetzt wird untersucht, ob der mögliche Fahrer nicht vielleicht auch unter Drogeneinfluss stand. Das sich Substanzen im Blut der beiden Insassen befanden, ist bereits deutlich geworden.
Die wallonische Nachrichtenplattform Sudinfo veröffentlichte jetzt die Bilder einer Überwachungskamera, die in der Rue des Canadiens die letzten Sekunden vor dem Unfall zeigen. Zunächst ist zu sehen, wie die Karnevalsgruppe der „Gilles“ verkleidet und trommelnd durch die Straße zieht, gefolgt von dutzenden Anwohnern, die dem traditionellen Weckruf der „Gilles“ zum Mitfasten schon gefolgt sind.
Zu sehen ist auch, dass das Ende des Umzugs nicht gesichert ist. Nur Augenblicke später - die Fußgruppe ist gerade vorbeigezogen - sieht man auf den Bildern den vorbeirasenden BMW, der nur ganz kurze Zeit später von hinten mutmaßlich ungebremst in die Menschengruppe rast…
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Bei den Fahrzeuginsassen handelt es sich um zwei Vettern aus La Louvière, Paolo und Nino F., 34 und 32 Jahre alt. Wer von den beiden am Steuer des Wagens saß, war zunächjst noch Gegenstand der Ermittlungen. Doch am Montagnachmittag teilte die Polizei mit, sie wisse jetzt, wer von den beiden am Steuer gesessen hatte. Dies konnte aufgrund von Kamerabildern belegt werden.
Es wurde zeitweise sogar vermutet, dass die beiden Vettern unmittelbar nach dem Unfall den Platz gewechselt haben sollen. Der Fahrer soll Alkohol im Blut gehabt haben. Inzwischen wurde auch eine Frau verhört, die vor dem Unfall mit im Wagen gesessen hatte. Die beiden Vettern hatten diese kurz zuvor zuhause abgesetzt.
Einer der beiden Insassen verlor 2017 nach einer schweren Verkehrsübertretung seinen Führerschein, absolvierte danach aber alle Prüfungen und Tests, um diesen wieder zurückzuerlangen.
Beide, so ergaben Analysen der Staatsanwaltschaft in den sozialen Medien, sind Fans von schnellen Autos und von hohen Geschwindigkeiten. Im Laufe des Montags werden die beiden Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt. Vorläufig wird gegen die beiden wegen Totschlag ermittelt.
Die Justiz analysiert derzeit auch die Black Box des Wagens. Es handelt sich dabei um einen recht modernen BMW, der z.B. über eine automatische Bremse verfügt, die ein Fahrzeug eigentlich bei einem Stoß anbremsen soll. Warum hat diese nicht funktioniert? Herausgefunden muss auch werden, ob der Wagen, wie Zeugen aussagen, als er in die Gruppe raste, beschleunigt hat oder ob die Fahrzeugelektronik manipuliert wurde.
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In den sozialen Medien sind Bilder und Videos aufgetaucht, die die beiden Fahrzeuginsassen noch kurz zuvor auf ihre Instagramm- und Facebook-Accounts gesetzt hatten. Das waren Bilder aus dem Dancing, in dem die beiden vor dem Unfall waren aber auch Videos aus dem Auto heraus, die Sudinfo veröffentlichte (siehe unten).


